GENIUS-Training

Zurück geht das GENIUS-Training auf M. Grinder und R. Dilts. Sie haben sich die Frage gestellt, was gute Rechtschreiber und Leser von solchen unterscheidet, die diese Fertigkeiten scheinbar kaum erlernen können. Sie suchten nach den Ursachen dieser Schwächen. Dabei stellten sie fest, dass gute Rechtschreiber und Leser über ein Wortbildgedächtnis verfügen, aus dem sie die richtige Schreibweise eines Wortes ableiten können. Bei einem falsch geschriebenen Wort, sehen sie meist sofort, dass etwas nicht stimmen kann.
Schwache Schreiber und Leser hingegen nehmen Informationen mehrheitlich über das Gehör - also auditiv - auf und speichern dabei kein inneres Wortbild. Dies ist eine Erklärung, warum manche Kinder (und Erwachsene) das gleiche Wort immer wieder anders schreiben (z.B. Farad, Varat, Fahrat, Faarad). Sie verlassen sich auf das Gehörte. Hier beginnt das eigentliche Problem: Je nach Situation wird ein und dasselbe Wort anders betont und folglich anders geschrieben.

Das GENIUS-Training setzt bei dieser Erkenntnis an. Mit der Ausformung des visuellen Sinneskanals wird es möglich, Wortbilder korrekt abzuspeichern und später wieder abzurufen. Das Wort wird dann automatisch richtig geschrieben. Das GENIUS-Training ist ein durchdachtes und effektives Programm zur Ausformung des visuellen Gedächtnisses. Das erfolglose Üben hat ein Ende. Auch das Lesen fällt leichter, da der Betroffene ein einmal gelesenes Wort nicht immer wieder neu "erlesen" muss. 
Das Training hilft auch bei Rechenproblemen wie Dyskalkulie, indem der Lernende durch den visuellen Zugang, die Bedeutung der mathematischen Symbole (+, -, x, :, =, >/<) zu verstehen lernt.

Personen mit AD(H)S verbessern durch das Training ihre Aufmerksamkeitsfokussierung und ihre Konzentrationsfähigkeit.

Leidet ein Lernender unter auditiven Wahrnehmungsstörungen, müssen diese Probleme in einem gezielten Training des auditiven Kanals geschult werden (phonologische Bewusstheit, Serialität, Richtungshören...).  

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