ADS/ADHS-Training für Kinder und Jugendliche

Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität (ADS/ADHS) ist keine Modeerkrankung. ADS/ADHS hat es schon immer gegeben. AD(H)S ist eine neurobiologisch und genetisch bedingte Störung. Die Verhaltensauffälligkeiten entstehen aufgrund einer Stoffwechselstörung im Gehirn. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen bleibt das AD(H)S im Erwachsenenalter bestehen, auch wenn sich die Symptome teilweise ändern. ADS kommt mit oder ohne Hyperaktivität vor. Betroffene ohne Hyperaktivität werden oft als Träumer (häufiger Mädchen), die nicht viel von ihrer Umwelt mitbekommen, wahrgenommen. Hyperaktive Kinder und Jugendliche (vor allem Buben) fallen durch ihre ständige motorische Unruhe auf.  

Häufige Symptome eines ADS oder ADHS sind:
- hohe Ablenkbarkeit mit Konzentrationsschwäche
- schlechter Arbeitsspeicher (sich Anweisungen nicht merken können, Vergesslichkeit, Sachen verlieren..)
- schlechte Selbststeuerung und Impulsivität
- motorische Unruhe und/oder Tagträumen
- tiefe Frustrationstoleranz
- geringe Ausdauer und Motivationsmangel
- Schwierigkeiten, Aufgaben zu beginnen und/oder zu beenden
- geringes Selbstwertgefühl
- soziale Probleme in Schule, Familie und/oder Arbeit
- Begeisterungsfähigkeit und Kreativität
- Hyperfokussierung, wenn etwas wirklich interessiert
- schulische Probleme (Lese-/Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, schlecht lesbare Schrift)

Lernt ein AD(H)S-Betroffener nicht mit seiner Krankheit umzugehen, hat dies oft weitreichende Folgen:
- Schulabschluss unter dem eigentlichen Potenzial
- Schul-, Lehr- oder Studienabbruch
- häufiger Stellenwechsel und/oder Arbeitslosigkeit
- häufiger Partnerwechsel, Scheidungen
- Schlafprobleme
- Substanzmissbrauch (Alkohol, Kokain, Rauchen...), Kriminalität, Unfallgefahr (Raser, Risikoverhalten)
- Depressionen und andere psychische Erkrankungen

Darum ist es wichtig, ein AD(H)S möglichst frühzeitig zu erkennen. Die Abklärung muss durch einen erfahrenen Arzt oder Kinderpsychiater vorgenommen werden. Ob Medikamente nötig sind oder nicht, wird individuell entschieden. Wichtig für Betroffene ist, dass sie lernen mit ihrem AD(H)S umzugehen, z.B. mit einem AD(H)S-Training.

Ziele des AD(H)S-Trainings sind: 

- die Daueraufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit erhöhen
- sich selber besser steuern lernen
- die Sozialkompetenz steigern
- die Impulsivität  reduzieren
- nützliche Lernstrategien und Lerntechniken kennen und anwenden lernen
- schulische Defizite ausgleichen und Leistungen optimieren (Potenzial besser ausschöpfen)
- das schulische und ausserschulische Leben besser organisieren und strukturieren können

Gearbeitet wird nach dem Motto: Weniger ist mehr. In kleinen, messbaren und realistischen Schritten werden dem Kind oder dem Jugendlichen Erfolgserlebnisse ermöglicht, die das Selbstvertrauen stärken und die Sozialkompetenz sowie die Motivation, an sich zu arbeiten, erhöhen.
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